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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 1.082 mal aufgerufen
 Adventszeit
Luisa Offline

Co-Admin


Beiträge: 24.011

05.12.2015 20:32
Nikolaus Zitat · Antworten

Und wie siehts aus, warst du artig...?

Liebe dich selbst, dann können die anderen dich gern haben

Luisa Offline

Co-Admin


Beiträge: 24.011

05.12.2015 20:35
#2 RE: Nikolaus Zitat · Antworten



Am fünften Dezember will die Maus schlafen gehen. Sie putzt sich die Zähne und wäscht sich das Gesicht. Gerade als Sie ihren Schlafanzug anziehen will, fällt ihr etwas ein. "Du liebe Güte!" ruft sie. "Morgen ist ja Nikolaus! Da muss ich ja heute Abend meine Stiefel vor die Tür stellen. Das hätte ich doch beinahe vergessen!"

Die Maus trippelt schnell zu ihren Schuhen, holt das Schuhputzzeug und poliert ihre Stiefel, bis sie glänzen. Dann stellt sie die Stiefelchen vor ihre Maushaustür. "So", sagt sie zufrieden, gähnt ausgiebig und steigt in ihr Bett. Kurze Zeit später ist sie eingeschlafen. Mitten in der Nacht poltert und rumst es. Dann hört sie eine tiefe Stimme: "So ein Mist!" Die Maus wacht auf von dem Lärm und wundert sich. "Nanu, was war denn das?" Sie knipst die Nachttischlampe an und hüpft aus dem Bett. Mit den Füßen angelt sie nach ihren Filzpantoffeln und schlappt zur Haustür. Da sieht sie den Nikolaus vor ihrem Haus sitzen.
Er reibt sich die Knie und Ellenbogen und brummelt in seinen Bart. "He, hallo, du da, Nikolaus!", ruft die kleine Maus. "Hast du dir wehgetan?" Der Nikolaus schaut sich erstaunt um. Da steht die Maus in ihrem Schlafanzug vor ihm. "Wo kommst du denn her?", fragt er die Maus. "Ich wohne hier, bist du etwa über meine Stiefel gestolpert? Das tut mir aber Leid!"



"Ja, so muss es wohl gewesen sein", sagt der Nikolaus. Die kleinen Mäusestiefel stehen nämlich nicht mehr ordentlich nebeneinander. Er stellt sie wieder ganz ordentlich vor die Haustür. "Ich habe deine Stiefel doch einfach übersehen", sagt er zerknirscht. "Man muss es ja beinahe als Glücksfall bezeichnen, dass ich über sie gestolpert bin. Sonst wäre morgen ja nichts in deinen Stiefeln gewesen." Und dann greift der Nikolaus in den großen Sack und beginnt darin herumzukramen. "Da war doch noch dieses… da, jetzt habe ich es!", ruft der Nikolaus und zieht zwei große Stücke Emmentaler Käse aus dem Sack. Die steckt er in die Stiefel der Maus. "Oh vielen Dank!" ruft die Maus überglücklich. Emmentaler Käse mag sie für ihr Leben gern. Sie läuft schnell ins Haus und holt ein paar Weihnachtskekse. Die schenkt sie dem Nikolaus. Der Nikolaus freut sich mächtig. "Mmh, Weihnachtskekse. Die werde ich jetzt gleich essen, wenn ich wieder auf dem Heimweg bin. Und nächstes Jahr werde ich dich bestimmt nicht vergessen!"

Kurz darauf liegt die Maus wieder in ihrem Bett und schläft tief und fest. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, fragt sich die Maus, ob sie das nicht alles nur geträumt hat. Schnell steigt sie aus dem Bett und läuft zur Haustür. Da sieht sie den Emmentaler Käse in ihren Stiefeln. "Ich habe also doch nicht bloß geträumt", sagt die Maus. Dann holt sie ihre Stiefel herein. Den Emmentaler Käse hat die Maus mit Schlemmerschmatzen zum Frühstücksbrötchen gegessen.

Liebe dich selbst, dann können die anderen dich gern haben

Luisa Offline

Co-Admin


Beiträge: 24.011

05.12.2015 21:01
#3 RE: Nikolaus Zitat · Antworten

Wünsche allen einen schönen Nikolausabend


"Die Geschichte über St. Nikolaus"




Es war einmal vor langer Zeit, da lebte in der reichen Stadt Patara (ehem. Lykien, heute Türkei) ein Knabe, der Nikolaus genannt wurde. Die Eltern von Nikolaus verstarben frühzeitig fast zeitgleich an einer bösen Krankheit, dadurch weinte Nikolaus Tag und Nacht. Nikolaus erbte großen Reichtum: Gold, Silber, Edelsteine, Schlösser, Paläste und Ländereien und auch viele Untertanen, die sich um ihn kümmerten.

Auch Schafe, Pferde, Esel und noch ein paar andere Tiere gehörten ihm. Nikolaus war trotzdem sehr traurig und konnte sich über seinen Reichtum nicht freuen. Deshalb wollten ihn seine Angestellten aufmuntern. Der Hofmeister anerbot sich, ihm seine Schlösser zu zeigen.
Der Stallmeister wollte mit Nikolaus auf den schönsten Pferden durch die Ländereien reiten. Der Küchenmeister meinte, er könne doch für alle reichen Kinder der Stadt ein köstliches Essen zubereiten.
Doch Nikolaus wollte von allem nichts wissen, seine Traurigkeit wurde immer schlimmer bis auch seine Tiere deutlich spürten, dass er unendlich traurig war. Sie drängten sich zu ihm. Vom Weinen müde geworden, wollte er sich schlafen legen. Ungeschickt stieß er mit dem Fuß an einen Tonkrug, in dem viele Schriftrollen steckten. Der Krug zerbrach, die Schriftrollen verteilten sich am glänzenden Boden. Nikolaus ergriff eine der Schriftrollen und begann zu lesen. "Da war ein reicher Mann, der lebte herrlich und in Freuden. Da war aber auch ein Armer, der lag hungernd vor seiner Tür und wollte nur Brosamen die den Reichen vom Tische fielen. Doch diese gönnten die Reichen dem Armen nicht. Als der Arme starb wurde er von den Engeln in den Himmel getragen. Auch der Reiche starb. Doch es kamen keine Engel, ihn zu holen".

Gleiche ich nicht dem reichen Mann in der Geschichte, dachte sich Nikolaus.
Schön bin ich gekleidet, lebe mein Leben in Saus und Braus.
Die Bettler draußen beim Stadttor sehe ich mit meinen Augen nicht.
Morgen werde ich mein Leben ändern. So will ich früh aufstehen und mich nachHeiliger Nikolaus von Myra ihnen umsehen. Am Morgen schlich sich Nikolaus zum Palast hinaus. Nach dem Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt, zerlumpt, krank und elend. Als sie Nikolaus erblickten, streckten sie die Hände entgegen. Nikolaus wollte in die Tasche greifen, doch an seinem bestickten Kleide gab es keine Taschen.
Flink löste er die seine schwere Goldkette vom Hals, zog sich den Ring vom Finger und gab ihnen den wertvollen Schmuck. Danach schlüpfte Nikolaus aus dem Obergewand, dem bunten Rock, den Sandalen und verschenkte auch noch seine Kleidung. Warm wurde Niklaus ums Herz. Glücklich ging er nach Hause.
Er war nun wieder fröhlich.
Am nächsten Tag beauftragte Nikolaus seinen Hofschneider mit der Aufgabe, auf seine Kleider große Taschen aufzunähen. Vergnügt schlüpfte er in seinen, weiten, roten Mantel und spazierte am Abend durch den Garten. Er füllte seine Taschen mit Nüssen, Äpfel und Mandarinen. Erneut schlich er sich aus dem Palast, ging zu den Armen und verteilte alles.
So beschenkte Nikolaus nun fast jeden Tag die Armen der Stadt und vorbei war seine lang andauernde Traurigkeit.

Als Nikolaus zwölf Jahre wurde, besuchte er eine Schule, die weit von seinen Palästen entfernt war. Berühmte Lehrer unterrichteten ihn und unterwiesen ihn in der Heiligen Schrift. Wo er Not und Elend sah, gab er mit vollen Händen. Doch er machte dies jeweils im Verborgenen.
Als er einmal zum Gottesdienst in die Kirche trat, wurden die Worte verlesen, die Christus zum reichen Jüngling gesagt hatte: "Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen". Über diese Worte hatte Nikolaus oft nachgedacht. Nun ließen sie ihn nicht mehr los. Er rief den Haushofmeister, befahl ihm Geld und Gut an die Armen zu verteilen. Denn er wolle sich aufmachen ins Heilige Land, wo unser Herr gelebt hatte. Nikolaus litt auf seiner Pilgerfahrt oft große, unvorstellbare Not. Er wurde verletzt, er hatte kaum was zu Essen und Trinken. Bei allem Hunger blieb er aber stets fröhlich. Er zog durch das Land und predigte das Wort Gottes. Den Kindern erzählte er Geschichten aus der Bibel.
Eines Tages kehrte er in die Heimat zurück. In Myra war einige Zeit davor der alte Bischof gestorben. Als man Nikolaus erblickte fragte man, wer er sei. "Ich bin Nikolaus ein Diener Christi", antwortete er. Die Leute führten Nikolaus ins Gotteshaus und ernannten ihn zum Bischof. Als er wieder ins Freie trat, erblickte Nikolaus seinen alten, grauen Esel vor der Tür angebunden. Von da an wurde der Esel sein treuer Begleiter. Nikolaus sorgte für die Gläubigen wie ein Hirt für seine Schafe.
In Zeiten der Gefahr predigte er den Christen an einsamen Orten und stärkte sie im Glauben.
An seinem Geburtstag kleidete sich Nikolaus jeweils in den kostbaren Bischofsmantel und nahm den Hirtenstab zur Hand. Seinen Esel belud er mit einem schweren Sack, dieser war mit leckeren Nüssen, Mandarinen, Äpfel und Honigkuchen befüllt.
Nikolaus schritt durch die Straßen und verteilte die Gaben, machte diesen Tag zu einem großen Fest. Das hielt er so bis ins hohe Alter. Als die Stunde kam da Gott ihn heimholen wollte, fiel ihm nur eines schwer: sich von seinen Kindern zu trennen.

Bischof Nikolaus starb am 6. Dezember 352.
Der Nikolaustag wird noch heute zum Andenken an Bischof Nikolaus gefeiert und kündigt als Vorbote das Weihnachtsfest an."

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Luisa Offline

Co-Admin


Beiträge: 24.011

06.12.2015 11:17
#4 RE: Nikolaus Zitat · Antworten



Stellte ich doch meine Stiefel vor die Tür,
doch bitte ja, so glaubt es mir,
vom Schnee waren sie noch leicht verschmutzt,
doch da war wohl Nikolaus ganz schön verdutzt,
der hat sicher bei sich gedacht,
wenn die ihre Schuhe nicht sauber macht,
so hab ich dem Girl nichts mitgebracht.
die Schuhe stehen noch immer vor dem Haus,
Nikolaus war da, doch ich ging leer aus.
So bin ich traurig fühl mich so ganz allein,
warum konnten nur meine Schuhe nicht sauber sein!
Doch nächstes Jahr stelle ich meine Schuhe vor die Tür,
aber dann sind sie sauber, glaubt es mir.

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Gast
Beiträge:

12.12.2015 09:36
#5 RE: Nikolaus Zitat · Antworten

Das gefällt mir, Luisa, sehr schön!

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